(m)ein zweiter Blick auf den #edchatde

Dass mich das Thema  Coding: Muss Deutschland programmieren lernen? sehr interessiert zeigt allein schon dieser Blog mit dem ich mich als Verfechter des Programmieren für Alle positioniert habe. Deshalb habe ich natürlich den #EDchatDE am 14.10.2014 mit Interesse verfolgt, war aber am Ende eher enttäuscht und resigniert. Warum? Im Wesentlichen sind es zwei Aspekte:

1. Der Chat zu diesem Thema (mit acht vorgegebenen Fragen, so zu Kulturtechnik Genderfrage, Alter für Einführung, Informatik vs. fächerübergeifend, Informatik für Nerds? Unterstützung durch Unternehmen Informatik an Schulen? Vernetzung) hat (jedenfalls mir) gezeigt, dass dieses Format für einen weiterführenden Gedankenaustausch nicht wirklich geeignet ist. Abgesehen davon, dass ein merkbarer Prozentsatz der Tweets vom Thema ablenkend aus persönlichen Begrüßungen bestand, lassen sich halt mit 140 Zeichen (selbst mit einer Abfolge zusammenhängender Tweets) kaum Gedankengänge ausformulieren. So bleibt es meist bei knackig formulierten Einwürfen. Das kann und soll vielleicht auch provokativ wirken, aber die Provokation verpufft halt, weil sie keinen wirklichen Diskussionsstrang auslöst. Weiterlesen

Dialog über Deutschlands Zukunft: Digitale Kompetenzen

BuchDialogIn einem Beitrag zum Zukunftsdialog habe ich meine Probleme mit dem Prozess geschildert. Heute nun Anmerkungen zur inhaltlichen Arbeit in der AG “Digitale Kompetenzen” (mit einem etwas unglücklichen Namen, schließlich sind ja nicht die Kompetenzen digital, sondern es geht um Kompetenzen beim Umgang mit/bei der Nutzung von digitalen Medien), zu der ich gehörte. Diese AG hat schließlich vier Hauptvorschläge und insgesamt 17 Einzelvorschläge erarbeitet (zum leichteren Verständnis des Folgenden empfehle ich die Seiten 438-463 der Langfassung des Ergebnisberichts): Weiterlesen

Positive Überraschung: 2. Zwischenbericht der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft”

Zur Medienkompetenz liegen inzwischen bildungspolitische Forderungen bzw. Handlungsempfehlungen vor, die das Ergebnis längerer Diskussionsprozesse sind. Dabei werden jeweils alle Bildungsbereiche und alle Bildungseinrichtungen in den Blick genommen, von der frühkindlichen Erziehung bis zur Medienbildung für Ältere. Die Broschüre der Initiative Keine Bildung ohne Medien fasst die Ergebnisse des Berliner Kongresses zusammen und bündelt sie in zentralen Forderungen. Ich hatte den Kongress skeptisch begleitet und sehe nun nicht, dass darin die Anregungen einer kritischen Teilnehmergruppe eingeflossen sind. Weiterlesen

Ministerin Schick zu digitalen Medien in der Grundschule

In einem einem Gespräch mit dpa (Original bisher nicht auffindbar; beziehe mich deshalb auf heise online) äußert sich Ministerin Schick (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg) zu digitalen Medien in der Grundschule. Das habe ich mit Interesse gelesen, da mich dieses Thema seit einiger Zeit umtreibt (siehe mein Paper dazu oder auch Blogbeiträge). Ihre zitierten Äußerungen fand ich allerdings dann sehr enttäuschend: “Die heutigen Kinder sind mit dem Smartphone groß geworden und sie sollten lernen, selbstbewusst und selbstbestimmt mit diesen neuen Medien umzugehen.” Weiterlesen

Digitale Medien in der (Grund-)Schule

Inzwischen habe ich die Folien meines Vortrags Digitale Medien in der (Grund-)Schule – ein durchgängiges Nutzungskonzept, gehalten auf der Herbsttagung 2009 der Kommission Medienpädagogik in der DGfE auf Slideshare eingestellt. Habe gezögert, weil ohne das gesprochene Wort sind sie wohl schwer nachzuvollziehen. Trotzdem, hier sind sie: