Kraftraum fürs Gehirn …

Der Vorsitzende des baden-württembergischen Philologenverbandes, Bernd Saur, wurde von der Südwest Presse interviewt zum Thema Warum heute noch Latein. Den größten Vorteil für SchülerInnen sieht er darin, dass Latein die Muckibude fürs Gehirn (verlinkt trotz Leistungsschutzrecht) sei. Es kommen Begründungen, die ich immer wieder gehört habe: Latein fördere das analytische, strukturierte und kombinatorische Denken (gut bei allen komplexen Sachverhalten), trainiere Gedächtnis und Ausdauer … Weiterlesen

Programmieren für Alle?!

Interessanterweise lebt eine Diskussion wieder auf, die wir in den 80er Jahren schon einmal hatten: Sollen alle Programmieren lernen? Damals gab es damit verbunden heftige Diskussionen darüber, welches dann die geeignete (Schul-) Programmiersprache sei (vgl. dazu LOG IN, Heft 3/83). Die Problematik hat Douglas Rushkoff  in seinem Buchtitel auf den Punkt gebracht: Program or be Programmed (dazu ein Study Guide). Darin bezeichnet er das Programmieren als die Kulturtechnik des digitalen Zeitalters. Damit ist er nicht alleine (Dan Rowinski, Sacha Greif), aber natürlich gibt es auch Gegenwind (Jeff Atwood). Dabei geht es ja nicht um die Ausbildung professioneller Programmierer; denn die dauert lange. Weiterlesen

#opco11 – Lerntechnologien: IKT in den Schulen

Passend zum Thema Lerntechnologien bei opco11 und meinem Lieblingsthema 1:1-Ausstattung ist ein Beitrag von Steve Wheeler, den er Misplaced ICT nennt. Dabei bemängelt er, dass schulische Ausstattung sich meist an Computing als Fach orientiert (bei uns also Informatik, die es ja nur punktuell und fakultativ gibt), während er ICT (bei uns also IKT) als Werkzeugausstattung interpretiert, die Lernen ermöglichen bzw. unterstützen soll. Er zitiert dazu wiederum Craig Taylor über redesigning learning spaces: Weiterlesen

#1to1goldau

Mit dem Hashtag #1to1goldau twitterten am Freitag viele Teilnehmer der Tagung 1:1-Computing in der Schule an der PHZ Schwyz in Goldau. Mit ca. 150 Teilnehmenden fand die Tagung beste Resonanz und die Tweets deuteten an, das sie mit den Präsentationen zufrieden waren. Das gilt auch für mich (der ich derzeit stark an diesem Thema interessiert bin), auch wenn mich die umrahmenden Keynotes nicht voll überzeugten. Weiterlesen

Zurück zu den Klassikern?

Informatikdidaktiker bin ich nicht, verfolge aber trotzdem seit Beginn die Diskussionen um geeignete Programmiersprachen für die Schule. Ein früher wichtiger Beitrag dazu war das Themenheft 3 (1983) der Zeitschrift LOG IN. Damals wurden u.a. Pascal, BASIC oder ELAN (eine spezielle Ausbildungssprache, die völlig in der Versenkung verschwunden ist) behandelt. Ernsthafter Kandidat war damals auch die listenverarbeitende Sprache Logo (als LISP- Abkömmling, Näheres unter Alles zu Logo). Eher am Rande erwähnt wurde Smalltalk als Beispiel für eine damals relative neue Art der Programmiermethodik, die objektorientierte Programmierung. Weiterlesen

Drei Texte – zwei Träume – ein Thema

In DIE ZEIT vom 1. März 2007 hat Steve Wozniak, der einen der ersten Personal Computer konstruiert und die Firma Apple mitbegründet hat, seinen Traum von einem Virtual Teacher beschrieben. Darunter versteht er einen Roboter, der ihn lebenslang begleitet und als kluger Berater, Freund, Coach und Diskussionspartner zur Seite steht. Eigentlich erstaunlich, dass ein Ingenieur mit seinem Hintergrundwissen an solche Wesen mit künstlicher Intelligenz glaubt und von ihm auch gleich noch künstliche Emotion erwartet. Weiterlesen